Das waren bildmächtige Zeugnisse einer Weltordnung, die sich in zunehmender Geschwindigkeit verändert. Im Mai 2026 waren kurz hintereinander US-Präsident Trump und danach Wladimir Putin zu Gast in Peking. Beide verbeugten sich vor Xi Jinping, dem Staatsoberhaupt der Volksrepublik China. Das Land schreibt eine wirtschaftliche und machtpolitische Erfolgsgeschichte. Für Xi steht seit seinem Amtsantritt 2013 fest, Zitat aus 2025: „Die Wiedergeburt der chinesischen Nation ist unaufhaltsam.“
Wachsender Einfluss weit über Asien hinaus, zweitgrößtes Verteidigungsbudget des Planeten, zweitgrößte Volkswirtschaft, die Werkbank des Westens war einmal. E-Autos, seltene Erden, schnelle Innovation. China hat in entscheidenden Belangen die Nase vorn.
Wie können Europa und Deutschland mit dieser neuen Weltordnung umgehen? Thema dieses Mal bei So Zu Sagen.
Im Studio ist neben bloghaus-Gastgeber Gerhard Grandke wieder Matthias Haupt, Politikwissenschaftler, bloghaus-Mitstreiter und langjähriger Pressesprecher des Sparkassen-und Giroverbandes Hessen-Thüringen.
Gerhard Grandke ist ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Offenbach und geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen sowie bloghaus-Gründer.
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Norbert Schraad via Mail: Viele richtige Aspekte über China sind erwähnt worden. Leider kam die wirtschaftliche Analyse im Vergleich zur BRD etwas zu kurz. China schaut sehr auf DEutschland und kopiert unseren Weg, allerdings viel strategischer und konsequenter. Unser Leistungsbilanzüberschuss liegt bei 4,5 % des BIP, das von China bei 3,3%. Exportorientierte Strategien haben sich als deutlich besser erwiesen im Vergleich zu Importrestriktionen. Auch wir haben einzelne Industrien gezielt gefördert. Die Investitionsquote Chinas liegt bei über 40%. Der Wechselkurs, wie auch unserer Anfang der 70iger Jahre, ist bei mehr als 40% zu niedrig. Unsere Nettoinvestition ist negativ. Dann ist es nur folgerichtig, dass wir immer weiter zurückfallen. Den Chinesen ist vollkommen klar, dass die Konsumquote erhöht werden muss. Vieles kann in China kritisiert werden. Aber die Mehrheit der Chinesen sind stolz auf ihre Erfolge und erachten ihr System als das beste!!!!